03. Ausbildungsberufe

Buchhändler/in

Die Entscheidung, den Ausbildungsberuf der Buchhändlerin/des Buchhändlers zu ergreifen, wird von den Auszubildenden sehr bewusst und nicht selten mit einem besonderen Bezug zum Buch, zur Literatur und daher sehr individuell getroffen.

Aufgrund des Strukturwandels am Buchmarkt und dem damit verbundenen Einbruch der Ausbildungszahlen, wurde der Beruf im Jahr 2011 neu geordnet und in vielerlei Hinsicht am Rahmenlehrplan für Einzelhandelskaufleute orientiert. An der Stauffenbergschu­le werden Auszubildende vorwiegend aus kleineren Buchhandlungen aus ganz Hessen ausgebildet. Die kleineren Buch­handlungen stehen zunehmend im Wettbewerb mit großen Filialisten, zahlreichen Internetanbietern und der Möglichkeit von Leserinnen und Lesern, auch auf virtuelle eBook-Angebote zuzugreifen.

Die Kolleginnen und Kollegen der Stauffenbergschule sind daher bestrebt, die persönlichen Motivationen der Berufswahl im Unterricht zu stärken und gleichzeitig die betrieblichen Bedürfnisse inhaltlich und organisatorisch zu berücksichtigen. So werden schon im 1. Ausbildungsjahr Schwerpunkte bei Beratung und Service sowie Verkauf und Marketing gesetzt. Die schulische Umsetzung des neuen Rahmenlehrplans sowie eine ent­sprechende Vorbereitung auf die neuen Zwischen- und Abschlussprü­fungen sind erfolgt. Die Kolleginnen und Kollegen pflegen zudem einen intensiven Austausch mit den Betrieben und versuchen über die fachlichen Kontakte, Betriebe für die Ausbildung in diesem Beruf zu gewinnen.

Aktionsprogramm

Fokus

Ziel für die kommenden vier Jahre wird es sein, für potenzielle Auszubildende die schulische Ausbildung so bekannt und attraktiv zu gestalten, dass Betriebe weiterhin Ausbildungsplätze anbieten und Schulabsolventinnen und -absolventen diese ergreifen.

 Ziel und Evaluation

  • Die bereits im Unterricht erprobte Umsetzung des neuen Rahmenlehrplans soll nun im Schulcurriculum verankert werden
  • Die schulischen und außerschulischen Aktivitäten sollen auf der Homepage und für Interessenten stärker kommuniziert werden.
  • Zur Aktualisierung des Unterrichtsangebotes sollen weiterhin ent­sprechende Lehrerfortbildungen besucht werden und ein Austausch mit anderen Schulen erfolgen.

Evaluation

Zu den genannten Schwerpunkten sollen in halbjährlichem Abstand die Fortschritte der Entwicklungen in den Fachbereichskonferenzen thematisiert, überprüft und eventuell notwendige Änderungen vereinbart und dokumentiert werden.

In der Halbzeitbestandsaufnahme im Jahr 2018 wird der Status der Durchführung der o.g. Aktionen  überprüft und für die zweite Halbzeit bis zum Jahr 2020 fortgeschrieben.

 

Fachangestellte/r für Markt- und Sozialforschung

Die Auszubildenden sind in Marktforschungsinstituten, in Industrie-, Handels- und Dienstleistungs­unternehmen mit eigener betrieblichen Marktforschung, Unternehmensberatungen, Werbe- und Media-Agenturen, in Forschungseinrichtungen der empirischen Sozial- und Wirtschaftsfor­schung sowie statistischen Bundes- und Landesämter tätig.

Seit August 2006 wird im Beruf “Fachangestellte/r für Markt- und Sozialforschung” ausgebildet. Wir sind einer der wenigen Schulstandorte für diesen Ausbildungsberuf in Deutschland, zuständig für die Bundesländer Hessen, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Thüringen.

Die Zusammenarbeit mit den Ausbildungsbetrieben findet auf Ausbildertreffen, auf Veranstaltun­gen der Berufsverbände sowie auf Messen statt. Durch die Kooperation soll zum einen der Unterricht Anregungen aus der Praxis aufnehmen, zum anderen soll die Qualität der Ausbildung durch die Abstimmung zwischen beiden Lernorten optimiert werden.

Die Branche befindet sich z. Zt. im Umbruch: Neben die klassischen Methoden der Markt- und Sozialforschung tritt zunehmend die Datengewinnung über Online-Aktivitäten und der Nutzung der sog. „Social Medias“. Die klassischen Marktforschungsinstitute erweitern zudem ihre Ge­schäftstätigkeit verstärkt in den Beratungsbereich, um für die Kunden qualitative Mehrwerte zu generieren. Daneben gewinnt der Umgang mit sensiblen Daten eine immer größere Bedeutung in der betrieblichen Praxis.

Aktionsprogramm

  • Um der Umstrukturierung der Branche gerecht zu werden, wird eine weitere Anpassung des Schulcurriculums erfolgen
  • Die Zusammenarbeit mit den Betrieben, insbesondere die Diskussion über die Schwerpunktsetzung, werden wir weiterhin im persönlichen Kontakt mit den betrieblichen Ausbildern und Ausbilderinnen fortsetzen. Dadurch wollen wir Anregungen aus der Praxis aufgreifen
  • Der Tablet-Modellversuch „media meet school“ wird im Regelunterricht fortgeführt
  • Die fachliche und didaktische Fortbildung der Teammitglieder steht weiterhin im Zentrum der Weiterqualifizierung, um den sich ändernden Bedingungen Rechnung zu tragen
  • Die Teammitglieder sollen befähigt werden, sich in den Lernfeldern gegenseitig vertreten zu können, was bei der großen Anzahl an neuen Kolleginnen und Kollegen eine besondere Herausforderung dargestellt
  • Die Teammitglieder nehmen an der bundesweiten Tagung der Lehrkräfte im Bereich Markt- und Sozialforschung teil, ebenso an regionalen Fortbildungen

Die Verantwortung liegt bei der Fachbereichskonferenz, die in halbjährlichem Abstand den Fort­schritt dieser Entwicklung thematisiert, überprüft und eventuell notwendige Änderungen vereinbart und dokumentiert. In einer Halbjahresbestandsaufnahme im Jahr 2018 wird der Stand zur Durchführung dieser Aktionen überprüft und für die zweite Halbzeit bis im Jahr  2020 fortgeschrieben.

 

Fachangestellte/r für Medien- und Informationsdienste

An der Stauffenbergschule ist die Landesfachklasse für die­sen Ausbildungsberuf angesiedelt. Die Kolleginnen und Kollegen verfügen über Erfahrungen bei der inklusiven Beschulung von Auszubildenden mit Sinnesbehinderungen und psychischen Handicaps.

Durch personelle Veränderungen im Jahr 2015 sowie Neuerungen können die gewachsenen Strukturen neu gestaltet werden. Dabei stellen die Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler hinsichtlich Aktualität, beruflicher Entwicklungsperspektive und Transparenz wesentliche Kriterien dar.

Aktionsprogramm

Fokus

Den zukünftigen Absolventen der Ausbildung soll ein von schulischer Seite unterstützender Einstieg, aber auch eine optimale Ausgangslage für einen späteren beruflichen Wechsel innerhalb der fünf Fachrichtungen geboten werden. Daher sehen wir für die kommende Phase die fachlichen und pädagogischen Herausforderungen in den Bereichen: 

  • Weiterentwicklung des Schulcurriculums im Jahr 2016
  • Stunden- und Blockplanung
  • Fachlicher Einarbeitung und Aktualisierung eines aktiven Referenten-Netzwerkes

 Ziele und Evaluation

  • Die Schülerinnen und Schüler sollen die Kolleginnen und Kollegen als informiert und fachlich versiert wahrnehmen. Dazu sind Einarbeitung, Austausch und Unterstützung notwendig. Daher sollen (a) regionale und überregionale Fachfortbildungen besucht, (b) Praktika zur fachlichen Aktualisierung absolviert sowie (c) die vorhandenen Informationen (wie Halbjahresplanungen, Aufgabensammlungen, Zwischen- und Abschlussprüfungen) allen FaMI-Lehrkräften zugänglich gemacht werden
  • Der Bereich „Information und Dokumentation“ wird aktiv gestützt. Daher ist sowohl eine entsprechende Einarbeitung der neuen Kolleginnen und Kollegen in den Bereich notwendig, als auch eine direkte Ansprache der potenziellen Ausbildungsbetriebe
  • Die Umstellung von RAK auf RDA muss im Rahmen der Weiterentwicklung dieser Katalogisierungsregeln erfolgen
  • Es soll von unserer Seite ein aktives Netzwerk mit Referenten, Betrieben und Anbietern spezifischer „FaMI“-Themen aufgebaut und sowohl im Unterricht als auch im Schulcurriculum verankert werden. Dies soll auf den Ausbildertreffen regelmäßig thematisiert und auf die Möglichkeit einer entsprechenden Kooperation hingewiesen werden

Evaluation

Zu den genannten Schwerpunkten sollen in halbjährlichem Abstand die Fortschritte der Entwicklungen in den Fachbereichskonferenzen thematisiert, überprüft und eventuell notwendige Änderungen vereinbart und dokumentiert werden.

In der Halbzeitbestandsaufnahme im Jahr 2018 wird der Status der Durchführung der o.g. Aktionen überprüft und für die zweite Halbzeit bis 2020 fortgeschrieben.

 

Fachkräfte für Lagerlogistik / Fachlageristen

Die Ausbildung zum/zur Fachlagerist/in und zur Fachkraft für Lagerlogistik hat gerade im Rhein-Main-Gebiet immer mehr an Bedeutung gewonnen. Wir sind einer der wichtigsten Schulstandorte für diese Ausbildungsberufe in Hessen. Das belegen die stabilen bis weiter steigenden Ausbildungszahlen. Im Schuljahr 2015/2016 gibt es fünfzehn Klassen in beiden Logistikberufen. Die Berufe finden ihr Arbeitsumfeld in allen Betrieben mit Lagerhaltung und/oder Frachtumschlag und sind daher branchenunabhängig und sehr vielfältig.

Den besonderen Anforderungen der Berufsbilder wird durch folgende Angebote Rechnung getragen:

  •  Intensive Kooperation mit den Ausbildungsbetrieben (u.a. durch regelmäßige Ausbildertreffen, Betriebspraktika für Lehrkräfte)
  • Verstärkter Praxis- und Handlungsbezug für die Auszubildenden durch Besuche von außerschulischen Lernorten und Betriebsbesichtigungen
  • Team Building-Maßnahmen und Beratung zum Berufsweg für Auszubildende in Kooperation mit den beiden Schulsozialarbeiterinnen und verschiedenen Trägern
  • Beratung und Förderung der Auszubildenden zur Erlangung eines höheren Bildungsabschlusses
  •  Fachliche und pädagogische Weiterbildung der Lehrkräfte
  • Gegenseitige Durchlässigkeit der beiden Berufe insbesondere im ersten Ausbildungsjahr
  •  Möglichkeit für Auszubildende zur KMK-Zertifizierung in Englisch
  • Anwendung des erarbeiteten SOL-Konzepts

Aktionsprogramm

Zum Erhalt und der Weiterentwicklung der Qualität des Unterrichtes, der Kompetenzen der Lehrkräfteteams und der Zusammenarbeit mit den Ausbildungsbetrieben, sollen folgende Aktivitäten realisiert werden:

  • Die beruflichen Exkursionen werden auch durch die alle zwei Jahre stattfindenden Praxistage mit Betriebsbesichtigungen im Block aller Mittel- und Unterstufenklassen in Form eines Gruppenpuzzles gefördert
  • Um den Auszubildenden berufliche Perspektiven aufzuzeigen, findet alle zwei Jahre (im Wechsel mit den Praxistagen) für die Unterstufenklassen der Zukunftstag statt, bei dem ehemalige Azubis den „Neuen“ ihren Berufsweg darlegen
  • Die Möglichkeiten zur KMK-Zertifizierung in Englisch werden verstärkt und auf den drei Niveaus A2, B1 und B2 angeboten. Der erste Kontakt zum „House of Logistics“ aus den Niederlanden soll weiter aufrecht erhalten werden
  • Das Sportminiband für die Auszubildenden findet weiter im dritten Halbjahr mit den drei Mittelstufenklassen der Fachkräfte statt und wird im fünften Halbjahr durch Abfrage/Vergleich mit dem allgemeinbildenden Band evaluiert
  • Deutschkompetenzen werden durch Leseförderung und „Lesestreifen“ verbessert
  • Jährliche Organisation des hessenweiten Berufsfeldforums, Erfahrungs- und Materialaustausch in Teamsitzungen und den halbjährlichen Fachkonferenzen, in denen die Evaluation der Aktionen erfolgt

In einer Halbzeitbestandsaufnahme im Jahr 2018 wird der Stand zur Durchführung dieser Aktionen überprüft und für die zweite Halbzeit bis im Jahr 2020 fortgeschrieben.

 

Kaufmann/-frau für audiovisuelle Medien

Wir sind der einzige Schulstandort in Hessen  für diesen Ausbildungsberuf. Die Auszubildenden kommen aus Betrieben der Film- und Videoproduktion sowie Postproduktion, des privaten Rundfunks (Fernsehen und Radio), dem Musikbereich und den Bereichen Multimedia und Filmtheater (Kino).

Die Zusammenarbeit mit den Betrieben erfolgt über Besuche in den Betrieben, durch Kontakte mit Ausbildern und durch den Besuch von Veranstaltungen und Seminaren der Branchenverbände.

Die Musikbranche leidet unter den starken Absatzrückgängen bei den Tonträgern, unter anderem bedingt durch Streaming-Dienste. In der Filmtheaterbranche ergeben sich Veränderungen durch die Digitalisierung der Filmtheater und die damit verbundene Anforderungen an die Mitarbeiter, die in vielen Bereichen gesunken ist. Der Medienstandort Frankfurt verliert an Bedeutung, besonders im Bereich Film- und TV-Produktion.

Aktionsprogramm

Um dieser Entwicklung gerecht zu werden, sollen folgende Aktivitäten zum Erhalt und der Qualität des Unterrichts in Zusammenarbeit mit den Ausbildungsbetrieben realisiert werden:

  • Stärkerer Einbezug von externen Fachkräften in Unterrichtsplanung und Unterrichtsdurchführung, insbesondere beim Schwerpunkt „online“
  • Verstärkte Binnendifferenzierung um der Verringerung der Jahrgangsstufen gerecht zu werden
  • Kleinere Klassen ermöglichen es, beispielsweise bei der Postproduktion, die Unterrichtsinhalte im Rahmen einer Betriebsbesichtigung auch anzuwenden
  • Besuch von Fachfortbildungen der Lehrkräfte

In einer Halbzeitbestandsaufnahme im Jahr  2018 wird der Stand zur Durchführung dieser Aktionen überprüft und für die zweite Halbzeit bis im 2020 fortgeschrieben.

 

Kaufmann/-frau für Groß- und Außenhandel

Die Stauffenbergschule ist seit mehr als fünf Jahrzehnten führend in der Ausbildung von Groß- und Außenhandelskaufleuten. Die langjährige und gute Zusammenarbeit mit den Betrieben und der auf den regelmäßigen Ausbildertagungen stattfindende Austausch sind eine wesentliche Voraussetzung für die guten Ausbildungsergebnisse. Die Stauffenbergschule ist bundesweit eine der wenigen Standorte, an dem zusätzlich zum Großhandel auch der Schwerpunkt Außenhandel unterrichtet wird. Aufgrund der Erfahrung auf diesem Gebiet wurde im Jahr 2008 die Bezirksfachklasse Außenhandel für Südhessen eingerichtet.

Durch die fortschreitende Globalisierung ist insbesondere der Außenhandel in den vergangenen Jahren gewachsen, zugleich sind die Unternehmen abhängiger von der weltweiten wirtschaftlichen Entwicklung geworden. Von den Fachkräften werden daher zunehmend Flexibilität und in internationalen Unternehmen auch entsprechende Sprachkenntnisse verlangt.

Aktionsprogramm

Zum Erhalt und der Weiterentwicklung der Qualität des Unterrichts, der Kompetenzen der Lehrkräfteteams und der Zusammenarbeit mit den Ausbildungsbetrieben sollen folgende Aktivitäten realisiert werden:

  • Die Binnendifferenzierung im Spanischunterricht Außenhandel wird fortgeführt und deren Konsequenz in der möglichen Teilnahme am KMK-Angebot in Spanisch überprüft
  • Das entwickelte Planspiel in Buchführung wird im 2. Halbjahr der Zweijahresklasse und im 3. Halbjahr der anderen Klassen erprobt und die Ergebnisse der Erprobung gesammelt
  • Der bilingual angebotene Unterricht (Lernfelder und Englisch) bei den Außenhändlern wird fortgeführt. In der Klasse 10G21 wird ab Sommer 2016 die Übertragung auf Großhandelsklassen ausprobiert
  • Die Teilnahme an Studienfahrten ganzer Klassen nach Spanien oder England, vor allem bei den Außenhändlern, wird angeregt. Die Teilnahme am Austauschprogramm Erasmus+ von einzelnen Schülerinnen und Schülern wird bekannter gemacht und unterstützt
  • Der zusätzliche Wahlpflichtunterricht „Internationale Wirtschaftspolitik“ im Außenhandel (4. Halbjahr) wird im zweiten Durchlauf mit dem selbst geschriebenen Curriculum durchgeführt. Anwendungsmöglichkeiten sollen durch Feedbacks seitens der Lehrkräfte und der Auszubildenden erfragt werden
  • Die halbjährlichen Fachbereichskonferenzen, das jährliche Berufsfeldforum sowie das jährliche Ausbildertreffen und weitere Fortbildungen unterstützen das Verfolgen von aktuellen Entwicklungen im Berufsfeld sowie die Unterrichtsentwicklung

In einer Halbzeitbestandsaufnahme  im Jahr 2018 wird der Stand zur Durchführung dieser Aktionen überprüft und für die zweite Halbzeit bis im Jahr 2020 fortgeschrieben

 

Kaufmann/-frau für Marketingkommunikation

Wir sind einer der wichtigsten Schulstandorte für diesen Ausbildungsberuf in Deutschland. Auf den regelmäßig stattfindenden Ausbildertagungen wird die langjährige und enge Zusammenarbeit von uns und den Betrieben als wesentliche Voraussetzung für die guten Ausbildungsergebnisse ange­sehen. Diese Vernetzung ist für die vor uns liegenden Veränderungen besonders wichtig. Marketing und Kommunikation der Unternehmen haben sich in den letzten Jahren sowohl für Geschäftskunden als auch Endverbraucher geändert. Die fortschreitende Internationalisierung und Segmentierung sowie die Möglichkeiten des Internets, der mobilen Kommunikation und den damit einhergehenden neuen Touchpoints seien hier als Stichworte genannt. Klassische Werbemöglichkeiten verlieren nachweislich an Bedeutung. Im Gegenzug wird eine hohe Beratungskompetenz der zukünftigen Fachkräfte zunehmend wichti­ger.

Aktionsprogramm

Um dieser Entwicklung gerecht zu werden, sollen folgende Aktivitäten zum Erhalt und der Qualität des Unterrichts in Zusammenarbeit mit den Ausbildungsbetrieben realisiert werden:

  • Speziell die neuen Tätigkeitsfelder, wie die im Bereich der Online- und Mobile-Kommunikation oder der On-Line-Distribution im Bereich des Vertriebs verlangen nach neuen Ausbildungsinhalten und Schwerpunkten, daher werden wir das Schulcurriculum für diesen Ausbildungsberuf bis zum Schuljahr 2019/2020 aktualisieren
  • Weiter verstärken wir die Zusammenarbeit mit den Betrieben sowohl durch Informationsaustausch (über Schriftverkehr oder Fachvorträge) als auch durch Praxiseinblicke (Praktika, Exkursionen, Workshops). Die Intensivierung dieser Zusammenarbeit unterstützt sowohl die Schülerinnen und Schüler in ihren Lernprozessen wie auch die Kolleginnen und Kollegen bei ihren Fortbildungen

In einer Halbzeitbestandsaufnahme im Jahr  2018 wird der Stand zur Durchführung dieser Aktionen überprüft und für die zweite Halbzeit bis im Jahr 2020 fortgeschrieben. Die Verantwortung liegt bei der Fachbereichskonferenz.

 

Medienkaufmann/frau Digital und Print

Für die Ausbildung zur Medienkauffrau/zum Medienkaufmann Digital und Print sind wir ein wichtiger Standort in Deutschland. Der enge Kontakt zu den ausbildenden Betrieben, der regelmäßige Austausch über Bildungsfragen mit den Ausbildern, die vertrauensvolle Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung sind tragende Elemente unserer Arbeit. Diese Kooperation spiegelt sich auch in den Ausbildungsergebnissen wieder.

Der Umbruch in der Medienbranche hat sich beschleunigt. Die verringerten Erlöse aus dem Anzeigen- und Vertriebsgeschäft führen zu einer sinkenden Zahl an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, was sich auch auf die Zahl der Auszubildenden auswirkt. Die fortschreitende cross-mediale Ausrichtung, die stetige Weiterentwicklung im Online-Bereich und die Entwicklung neuer innovativer Werbeformen erfordern ein professionelles Aufstellen in allen Verkaufsbereichen. Neuartige Mediengattungen (z.B. mobile Geräte, Tablet-PC) erobern den Markt und setzen sich immer mehr durch. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter benötigen andere Qualifikationsprofile.

Aktionsprogramm

Um dieser Entwicklung gerecht zu werden, sollen folgende Aktivitäten zum Erhalt der Qualität des Unterrichts in Zusammenarbeit mit den Ausbildungsbetrieben realisiert werden:

  • Stärkerer Einbezug von externen Fachkräften in Unterrichtsplanung und -durchführung, insbesondere beim Schwerpunkt „online“
  • Verstärkte Binnendifferenzierung um der Verringerung der Jahrgangsstufen gerecht zu werden
  • Kleinere Klassen ermöglichen mehr Unterricht an Lernorten in medienaffinen Betrieben.

In einer Halbzeitbestandsaufnahme im Jahr 2018 wird der Stand zur Durchführung dieser Aktionen überprüft und für die zweite Halbzeit bis im Jahr 2020 fortgeschrieben.

 

Veranstaltungskaufmann/-frau

Für die Ausbildung zur Veranstaltungskauffrau/zum Veranstaltungskaufmann sind wir einer der wichtigsten Schulstandorte in Deutschland. An der Stauffenbergschule gibt es im Schuljahr 2015/2016 dreizehn Klassen im Veranstaltungsbereich. Dadurch ist bei der Klasseneinteilung u.a. eine Differenzierung entsprechend der unterschied­lichen Vertragslaufzeiten der Auszubildenden möglich.

Das Spektrum der Ausbildungsbetriebe ist weiterhin sehr breit gefächert. So haben wir Auszubildende aus den Bereichen Catering, Konzert, Messe, Promotion, Technik, Veranstaltungsausstatter, öffentliche Einrichtungen und Full-Service-Agentu­ren. Eine zunehmende Schülerzahl zeichnet sich in den Bereichen der Seminar- und Kongressanbieter sowie der Eventabteilungen der Hotels ab. Durch die unterschiedlichen betrieblichen Angebote gestaltet sich die jeweilige Ausbildungssituation in den verschiedenen Ausbildungsbetrieben sehr fachspezifisch. Auch die fremdsprachlichen Anforderungen nehmen zu. So werden die Auszubildenden z.B. auf internationalen Messen eingesetzt oder betreuen bei Ärztekongressen Teilnehmer aus Asien.

Daher haben wir die intensive Kooperation mit den Ausbildungsbetrieben, die praxisorientierte Projektarbeit, die Teilnahme an Ausbildungskongressen, besondere Schulungsmaßnahmen durch Experten aus der Praxis umgesetzt. 

Aktionsprogramm

Fokus

Um den zukünftigen Absolventen der Ausbildung einen adäquaten Einstieg und optimale Ausgangslage für die spätere berufliche Weiterentwicklung zu verschaffen, möchten wir den Unterricht mit zusätzlichen fachspezifischen Angeboten ergänzen. Daher sehen wir für die kommende Phase die fachlichen und pädagogischen Herausforderungen in den Bereichen: Netzwerk, Verbundausbildung, schulische Veranstaltungsprojekte und bilingualen Unterrichtsanteilen.

 

Ziele und Evaluation

  •  Dazu sollen (a) regionale und überregionale Fachfortbildungen der Lehrkräfte besucht und (b) von unserer Seite ein aktives Netzwerk mit Referenten, Betrieben, Anbietern veranstaltungsspezifischer Themen aufgebaut und im Unterricht und Schulcurriculum verankert werden
  • Da nicht jeder Ausbildungsbetrieb alle im Ausbildungsrahmenplan aufgeführten Lerninhalte im eigenen Unternehmen vermitteln kann, möchten wir aktiv betriebliche Verbundausbildungen fördern. Dies soll auf den Ausbildertreffen thematisiert und die Möglichkeit einer entsprechenden Kooperation geschaffen werden
  • Bisher können die Schülerinnen und Schülern durch das einjährige Fremdsprachenangebot im Sprachband und/oder ein Auslandpraktika (Erasmus-Förderprogramm) ihre fremdsprachlichen Qualifikationen erweitern. Hier sollen zudem die Möglichkeiten bilingualen Unterrichts im Veranstaltungsbereich eruiert werden

Evaluation

Zu den genannten Schwerpunkten sollen in halbjährlichem Abstand die Fortschritte der Entwicklungen in den Fachbereichskonferenzen thematisiert, überprüft und eventuell notwendige Änderungen vereinbart und dokumentiert werden. In der Halbzeitbestandsaufnahme im Jahr 2018 wird der Status der Durchführung der o.g. Aktionen  überprüft und für die zweite Halbzeit bis im Jahr 2020 fortgeschrieben.