06. Allgemeinbildender Unterricht

Deutsch

Das Projekt „Zeitschriften in der Schule“ von der Stiftung Lesen wird von einzelnen Kolleginnen und Kollegen weiterhin genutzt. Die bestehende Kooperation mit dem Hessischen Schriftstellerverband wird fortgeführt. Dadurch können regelmäßig Schriftsteller/innen zu Lesungen und Workshops eingeladen werden, die den Schülerinnen und Schülern auch moderne Formen wie Poetry Slam näherbringen.

Weiterhin werden von der Deutsch-Arbeitsgruppe Themen und Materialien aufbereitet und in einem Themenspeicher zusammengestellt. Es wird gemeinsam entschieden, welche Materialien (Lektüre, Filme, Zeitschriften) im neuen Schuljahr eingeführt werden sollen.

Der Fokus der durchgeführten Fortbildungen lag auf der Förderung der Lese- und Schreibkompetenz. Zahlreiche Kolleginnen und Kollegen haben an der Fortbildung „Sprachsensibler Fachunterricht“ teilgenommen. Zurzeit erwerben mehrere Lehrkräfte mit Deutsch oder einer Fremdsprache als Unterrichtsfach die Basisqualifikation „Deutsch als Zweitsprache“. In Hinblick darauf, dass in der nächsten Zeit weitere Vollzeitklassen mit besonderem sprachlichen Förderbedarf an der Stauffenbergschule beschult werden, wird der Fokus darauf liegen, für diesen Bereich ein Curriculum und Konzepte zu erstellen.

 

Evangelische/Katholische Religion und Ethik

Der Religionsunterricht an der Stauffenbergschule findet – wie an allen Frankfurter Berufsschulen - in religionsübergreifenden Lerngruppen statt. Zum einen werden die Schülerinnen und Schüler im Klassenverband unterrichtet. Zum anderen können sie im allgemeinbildenden Band Religions- und Ethikthemen wählen. An der Schule unterrichten ein evangelischer Pfarrer mit einem Unterrichtsauftrag von 12,5 Stunden wöchentlich und ein katholischer Religionslehrer mit 12,5 Stunden. Eine Fachlehrerin unterrichtet in der Regel sechs Stunden Ethik wöchentlich.

Der Unterricht unterstützt die jungen Erwachsenen dabei, sich der eigenen Religion oder Weltan-schauung zu vergewissern, den Dialog über die unterschiedlichen kulturellen und religiösen Le-benszusammenhänge zu führen und interreligiöse und interkulturelle Toleranz praktisch im ge-meinsamen Schulalltag einzuüben. Entsprechend der Gesamtzielsetzung der Schule sollen die Schülerinnen und Schüler ihre religiösen und ethischen Wertvorstellungen und Kompetenzen erweitern und in ihrem sozialen Umfeld zur aktiven Gestaltung der Arbeits- und Lebensbedingungen beitragen. So leistet der Religions- und Ethikunterricht einen Beitrag dazu, dass junge Menschen an einer wichtigen Stelle ihrer Biographie tragfähige Antworten auf existentielle und spirituelle Le-bensfragen finden und weiterentwickeln. Diesem Anliegen sehen sich auch theaterpädagogische Angebote in der Berufsschule verpflichtet.  Sie verstehen sich als wesentlicher Teil eines universellen Bildungsauftrags.

In der theaterpädagogischen Arbeit können zahlreiche Lernfelder des alltäglichen Lebens, eigener und fremder Wertvorstellungen und religiöser wie nichtreligiöser Überzeugungen spielerisch gestaltet und kritisch hinterfragt werden, durch die die Teilnehmenden in ihrer persönlichen und eine Gruppe in ihrer strukturellen Entwicklung gefordert und gefördert werden.

Theaterpädagogische Arbeit versteht sich insofern als Hebammenkunst, die bei Schülern und Schülerinnen Schlüsselkompetenzen fördern, wie:

Soziale und emotionale Intelligenz, Kreativität, Empathie, selbständiges Denken,

Spontaneität, Selbstvertrauen, Ausstrahlung, abstraktes Denkvermögen, konfliktlösendes Verhalten, Verantwortungsbewusstsein, Durchsetzungsvermögen, Teamgeist, Fantasie, Beziehungsfähigkeit, Persönlichkeitsentwicklung, Stärkung des Selbstbewusstseins.

Gerade in der Vorbereitung auf das Berufsleben erhalten diese Schlüsselkompetenzen bei Schülern der Berufsschule besondere Bedeutung.

Aktionsprogramm

Wichtigste Aufgabe ist die volle Umsetzung der Stundentafel für den Religions- und Ethikunterricht an der Schule. Hierfür sind dringend weitere Lehrkräfte zu gewinnen, da die bisher Unterrichtenden dies im Rahmen ihrer Dienstaufträge nicht abdecken können. Die Bedeutung der Fächer für die Ausbildung einer gefestigten Persönlichkeit und die Auseinandersetzung mit gesellschaftlich relevanten und drängenden religiösen und ethischen Themen ist an der Schule zu fördern. Projektunterricht und Kooperationen mit Fachlehrerinnen und -lehrern sind geeignete Möglichkeiten hierfür.

 

Politik und Wirtschaft

Die Schülerinnen und Schüler sollen gemäß des Bildungs- und Erziehungsauftrages der Schule nach dem Hessischen Schulgesetz ihre Fähigkeit verbessern, die eigene Arbeits- und Lebenssituation mitzugestalten. Sie sollen befähigt werden, am politischen Leben teilzunehmen, um entsprechend ihrer Interessen und unter Beachtung des Allgemeinwohls die demokratischen Entwicklun-gen und Veränderungen innerhalb der Gesellschaft zu beeinflussen.

 

Sport

Berufliche Schulen können durch ein Sportangebot einen wesentlichen Beitrag zur  Verbesserung der Gesundheit sowie Vermeidung von Entwicklungs- und Lernstörungen bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen leisten. Insbesondere im kaufmännischen Bereich führen zunehmende Bildschirmarbeit oder körperliche Fehlbelastungen bspw. im Bereich Logistik zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Um für die Schülerinnen und Schüler hinsichtlich der genannten Belastungen einen Ausgleich zu schaffen, wurde in Koordination mit der Schulsportleitung und der Sportfachkonferenz folgendes Aktionsprogramm umgesetzt und in Zukunft weitergeführt:

  • Sicherung des Sportangebots im Rahmen des allgemeinbildenden Unterrichts für Teilzeitschulklassen
  • Gewährleistung des Sportangebots für Vollzeitschulklassen
  • Ausweitung des Sportunterrichts im Logistikbereich (Einführung von Wahlangeboten)
  • Erneuerung bzw. Modernisierung der Sportausstattung
  • Angebot von Freizeit- und Trendsportarten, um den Sport ins Lebenskonzept der Schülerinnen und Schüler zu integrieren (Functional fitness, Zumba, Fitness Boxen etc.)
  • Fachliche und pädagogische Weiterbildung der Lehrkräfte
  • Fachlicher und pädagogischer Erfahrungsaustausch sowie regelmäßige Evaluation der Maßnahmen im Rahmen der Sportkonferenzen
  • Folgender Punkt zum Erhalt der Qualität des Sportunterrichts wird weiterhin angestrebt:
  • Schaffung notwendiger Rahmenbedingungen für das schulische Sportangebot durch die bereits seit langem geforderte Sanierung der Schulturnhalle durch den Schulträger