07. Berufsübergreifende Aufgaben

Fortbildungsplanung

Das Fortbildungskonzept der Stauffenbergschule nimmt Bezug auf das Hessische Lehrerbildungsgesetz §§66 und 67, das Hessische Schulgesetz § 86 (2) und das Dritte Gesetz zur Qualitätssicherung in hessischen Schulen §§ 63 und 67.

 Jährlich wird ein Fortbildungsplan erstellt, der folgende vier Teilbereiche umfasst: 

Teilbereiche des Fortbildungsplans

Ziele/Inhalte

Schulübergreifende Berufsfeld-fortbildungen/Netzwerktagungen

Dienen der Kooperation  mit anderen Schulen im gleichen Ausbildungsberuf. In der Regel legt der/die Berufskoordinator/in Inhalt, Termin und Ort der Veranstaltung fest. Anbieter ist die Lehrkräfte-akademie oder die Bundesarbeitsgemeinschaft der Berufe

 

 

 

Berufsspezifische und berufsübergreifende schulinterne Fortbildungen

Werden anhand des Schulprogramms und der individuellen Fortbildungswünsche angeboten. Hierunter fallen Fachtage aber auch methodisch-didaktische Fortbildungen sowie berufsübergreifende Fortbildungen

Systemische Fortbildungen

Dienen der Profilbildung der Schule bzw. der Aufarbeitung besonderer Aufgaben, wie Krisen-prävention, Evaluation oder Pilotprojekt.

Fachspezifische Fortbildung der Abteilung

Werden im Umlaufverfahren entsprechend der Notwendigkeit den Abteilungen zugeordnet. Welche Fortbildungen hier angeboten werden, entscheidet die Abteilungsleitung

 

Die schulübergreifenden Berufsfeldfortbildungen und Netzwerktagungen sind Bestandteil des Fortbildungsplanes, da sie einen wesentlichen Beitrag zum Erhalt und der Weiterentwicklung beruflicher und fachspezifischer Qualifikationen darstellen. Sie finden weiterhin in den unterschiedlichen Berufsfeldern in der Regel jährlich statt.

Die schulinternen Fortbildungen spiegeln sowohl den schulinternen fachlichen Fortbildungsbedarf (z.B. Fachtage) als auch den berufsübergreifenden Bedarf wider. Der fachspezifische Fortbildungsbedarf wird i.d.R. auf Fachkonferenzen ermittelt. Auch Ideen, Interessenlagen und Anregungen für überfachliche Fortbildungsangebote werden hier gesammelt und weitergeleitet.

Ein Großteil der Ankündigungen interessanter Fortbildungsangebote wird zudem per Email an die Schule gesendet. Diese werden gesichtet und gezielt an interessierte Kolleginnen und Kollegen weitergeleitet. Hierzu wurde ein neuer Email-Verteiler angelegt. Darüber hinaus werden Flyer und Ankündigungen zu aktuellen Fortbildungen im Kopierraum ausgehängt. Weiterführende Informationsmaterialien zu einzelnen Fortbildungen werden in einem Ordner gesammelt und so für alle zugänglich zur Ansicht bereitgestellt.

Ein Schwerpunkt der berufsübergreifenden Fortbildungen lag auf Präventionsmaßnahmen zur Gesundheitsförderung von Lehrerinnen und Lehrern, angeboten vom Medical Airport Service. Obwohl per Umfrage das Interesse und der Bedarf als sehr hoch eingeschätzt wurden, fiel die Teilnahme eher gering aus. Diese Tendenz zeigt sich auch bei thematisch anders gelagerten berufsübergreifenden schulinternen Fortbildungsveranstaltungen. Von den meisten Kolleginnen und Kollegen werden als Gründe die Zunahme der Beanspruchung durch andere schulische Aufgaben und die zeitliche Lage der meisten berufsübergreifenden Fortbildungen (in der Regel Halbtagesveranstaltungen nach Unterrichtsende) angegeben.

Um dennoch ein breites Angebot gewährleisten zu können, wurden die durchgeführten schulinternen Fortbildungen auch an anderen Frankfurter beruflichen Schulen bekannt gemacht. So nahmen auch erstmalig Kolleginnen und Kollegen anderer Berufsschulen an unseren schulinternen Fortbildungen teil. Aufgrund dieser positiven Erfahrung soll die Kooperation der Schulen im Hinblick auf Fortbildungen beibehalten und künftig noch weiter ausgebaut werden. Ein Email-Verteiler, der eingerichtet wird und alle Fortbildungskoordinatoren der Frankfurter Berufsschulen aufnimmt, soll hierbei unterstützen.

Die systemischen Fortbildungen erfolgten in Anlehnung an das Schulprogramm und die aktuellen Schwerpunkte der Schulleitung. In diesem Kontext wurden Fortbildungen zum  Pilotprojekt „Selbstorganisiertes Lernen“ angeboten. Diese dienten zur Erprobung des SOL-Ansatzes in zwei Ausbildungsberufen und der Erarbeitung umfangreicher Unterrichtsmaterialien, die von SOL-Teams eingesetzt werden. Weitere Schwerpunkte waren Fortbildungen zu „Projekten“ und  „Digitalen Medien“ insbesondere in Verbindung mit dem Pilotprojekt „Media meet School“. Aktuell erfolgt eine Schwerpunktsetzung im Bereich „Deutsch als Zweitsprache“ durch die DAZ-Basisqualifikation und für „Sprachsensiblen Fachunterricht“.

Der fachspezifische Fortbildungsbedarf der Abteilungen wird weiterhin in den Fachkonferenzen besprochen und beschlossen. Diese Vorgehensweise hat sich bewährt und wird beibehalten. Im Umlaufverfahren erhalten die einzelnen Abteilungen bzw. Fachbereiche aus dem Fortbildungsbudget Mittel zugewiesene.

Der Fortbildungsplan wird weiterhin jährlich erstellt. Im Rahmen der ersten Gesamtkonferenz des Jahres erfolgt die Auswertung des Fortbildungsplanes des Vorjahres. Außerdem wird der neue Fortbildungsplan für das aktuelle Jahr besprochen und zur Abstimmung vorgelegt. Auch über den Umfang der bereitgestellten Mittel für Fortbildungen entscheidet die Gesamtkonferenz. Durch die Einführung des kleinen Schulbudgets sind mehr Spielraum und Flexibilität im Hinblick auf die Möglichkeiten der Durchführung von Fortbildungsmaßnahmen vorhanden.  

 

Prävention: Krisenteam, Suchtpräventionsbeauftragte, SV-Lehrer

Die verantwortlichen Lehrerinnen und Lehrer bieten grundsätzlich Beratungs- und Unterstützungsangebote für alle Schülerinnen und Schüler, aber auch für das Kollegium, an.

Aktionsprogramm Suchtprävention

Zwischen den Suchtpräventionslehrerinnen und -lehrern der Frankfurter Berufsschulen besteht eine enge Zusammenarbeit, die sich darin äußert, dass es regelmäßige Treffen zum Austausch und der Fortbildung gibt. Darüber hinaus finden mehrmals im Jahr auch schulformübergreifende Veranstaltungen statt. Durch die Teilnahme werden Adressen, Aktionen und Materialien, die Institutionen anbieten, ständig aktualisiert.

Es ist die Erarbeitung einer Konsumvereinbarung für die Stauffenbergschule geplant sowie eine gesondertes Formblatt für Klassenfahrten.

 

 Aktionsprogramm Schülerinnen- und Schülerrat (SV)

Primäre Aufgabe des Schülerinnen- und Schülerrats ist die Erörterung von Missständen an der Stauffenbergschule und das Aufzeigen von Lösungsansätzen. In diesem Zusammenhang finden monatliche SV-Sitzungen statt. Darüber hinaus beteiligt sich der Schülerinnen- und Schülerrat an sozialen Projekten, z.B. der Sammlung anlässlich des Welt–Aids-Tages. Ein weiteres Aktionsfeld ist die Verbesserung der Kommunikation zwischen dem Schülerinnen- und Schülerrat und der Schülerschaft bzw. dem Kollegium. Des Weiteren unterstützt der Schülerinnen- und Schülerrat die Schulleitung oder diverse Klassen bei Meinungsumfragen innerhalb der Schülerschaft.

Für die Zukunft werden SV-Sitzungen in kürzeren Intervallen angestrebt. Die Beteiligung oder Initiierung sozialer Projekte soll beibehalten werden. Mittelfristig sind konkrete Maßnahmen zur Neugestaltung des Pausenhofs, des Aufenthaltsbereichs sowie die Schaffung eines Lernraums geplant bzw. in Arbeit.

 

Aktionsprogramm Kriseninterventionsteam

Da Prävention und Bewältigung von Krisensituationen einen kontinuierlichen Prozess darstellen, ist die Arbeit des Kriseninterventionsteams die ständige Aktualisierung der Krisenakte, der Austausch mit anderen Frankfurter Berufsschulen, die Teilnahme an Fortbildungen und die Verbreitung des Leitfadens zum „Umgang mit Gewaltsituationen“. Ein weiterer Schwerpunkt ist, die Einsatzbereitschaft der Kommunikationsanlage zu gewährleisten und zu üben.

Gemeinsames Ziel

Mindestens einmal pro Schuljahr soll ein Austausch über Erkenntnisse aus besuchten Fortbildungen sowie Schwerpunkte der schulinternen Arbeit stattfinden.

 

Beratung: Berufswegeplanung, Sozialpädagogische Förderung und QuABB

Die Beratungsangebote der Berufswegeplanung, der Sozialpädagogischen Förderung und der qualifizierten Ausbildungsbegleitung in Betrieb und Berufsschule (QuABB), durchgeführt von der gjb, sind an der Stauffenbergschule gut implementiert. Dies zeigt sich insbesondere in der engen Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Lehrkräften und darin, dass die Beratung von vielen Schülerinnen und Schülern sowie Auszubildenden aufgesucht wird. Verändert hat sich seit dem Schuljahr 2013/2014, dass eine Vollzeitschulform hinzugekommen ist - der Bildungsgang zur Berufsvorbereitung (BzB) und, dass QuABB seit dem 01.01.2016 angeboten wird.

 1.    Weitere Punkte, die umgesetzt worden sind:

  • Vertiefungsangebote mit Zielklassen werden durchgeführt
  • Präventive Einzelgespräche werden mit Schülern ausgewählter Klassen geführt
  • Elternarbeit wurde intensiviert
  • Gespräche zur beruflichen Perspektive ihrer Kinder werden den Eltern der BzB-Klasse angeboten
  • Gemeinsamer Unterricht mit einer Lehrkraft wird einmal pro Woche in der BzB-Klasse zum Thema „Bewerbung“ durchgeführt

2.    Folgende Resultate liegen vor:

  • Präventive Gespräche und Berufsorientierung wurden von den Schülern weitgehend als positiv gewertet
  • Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer kommen bei Schwierigkeiten auf die Mitarbeiterinnen zu
  • Eltern haben weitgehend die Gespräche zur beruflichen Perspektive gut angenommen
  • Alle BzB-Schüler konnten, trotz teilweisen großen Widerstandes, motiviert werden, ein Praktikum zu machen

3.    Zur zufriedenstellenden Umsetzung fehlt folgendes:

  • Schulinternes Absentismus-Konzept für die BzB-Klasse, das die Zusammenarbeit zwischen Lehrenden und pädagogischen Fachkräften klärt
  • Entwicklung einer Zertifizierungsmöglichkeit zur Würdigung der Zielerreichung, (Persönlichkeitsentwicklung) während des BzB-Jahres

4.    Zurückgestellte, bzw. aufgegebene Vorhaben sind folgende:

  • Regelmäßige Teamsitzungen zwischen drei Lehrenden und pädagogischen Fachkräften wurden eingestellt. Gründe: Zusammenlegung zweier BzB-Klassen, Zeitmangel

5.    Darüber hinaus umgesetzte Vorhaben:

  • Durchführung eines Azubi-Talk mit Unternehmen in der Schule
  • Im Rahmen des Malteser Social Day entstandene Kooperation mit der ING DiBa , deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Bewerbungstraining für Schülerinnen und Schüler der zweijährigen höheren Berufsfachschule anbieten
  • Ausweitung der Beratungen für Auszubildende auf den Bereich Groß- und Außenhandel
  • Installierung des Angebotes der qualifizierten Ausbildungsbegleitung in Betrieb und Berufsschule (QuABB) mit sieben Stunden für alle Ausbildungsberufe an der Stauffenbergschule

 

Erasmus+

Seit dem Schuljahr 2004 bietet die Stauffenbergschule  Erasmus+ geförderte Auslandspraktika für ihre Schülerinnen und Schüler an. Mithilfe dieses Programms haben schon über hundert Auszubildende ein Praktikum während ihrer Ausbildung im EU-Ausland absolviert. Auch dieses Jahr wurde ein neues Projekt beantragt und bewilligt. Somit können in den nächsten zwei Jahren wieder 15 Auszubildende berufliche Auslandserfahrung sammeln.

Durch einen Auslandsaufenthalt während der Berufsausbildung werden neben der fachlichen Qualifikation insbesondere die Schlüsselkompetenzen wie Flexibilität, Kommunikationsfähigkeit, Offenheit, Selbstorganisation und Eigenständigkeit gefördert. Dem trägt auch das Grundkonzept des Erasmus+ Programms an der Stauffenbergschule Rechnung. Mit der Unterstützung des Projektleiters  und der Ausbildungsbetriebe organisieren die Auszubildenden ihren Aufenthalt weitgehend selbstständig.

Aktionsprogramm

Das erneut genehmigte Projekt läuft vom Juli 2016 bis zum Juni 2018. Zum Erhalt und der Weiterentwicklung der Qualität der Aufenthalte und der Projektorganisation sollen folgende Aktivitäten realisiert werden:

  • Erstellung von selbst verfassten Praktikumsberichten über die obligatorischen Teilnehmerberichte hinaus, um nachfolgende Teilnehmer  besser vorzubereiten
  • Langfristig soll eine neue Projektkoordinatorin/ein neuer Projektkoordinator eingearbeitet werden
  • Überprüfung von Kooperationsmöglichkeiten mit dem Fachbereich Außenhandel, um mehr Außenhändlern ein Auslandspraktikum zu ermöglichen
  • Weiterentwicklung der Kommunikationsstrategien sowie Optimierung der Abläufe
  • Besuch einer Praktikantin/eines Praktikanten durch den Projektverantwortlichen vor Ort, um die Projektdurchführung zu überprüfen und zu verbessern
  • Erneute Bewerbung am Ende des Jahres 2017
  • Die Intensivierung des Austauschs der Lehrkräfte im Bereich Lagerlogistik mit dem „House of Logistics“ in den Niederlanden soll bei Bedarf durch ein weiteres Erasmus+ Projekt finanziell unterstützt werden
  • Weitere Vorhaben zum Austausch von Lehrkräften der Stauffenbergschule mit einer europäischen Dimension sollen in einem übergreifenden Schulcurriculum dargestellt werden

Das Projekt wird begleitet durch regelmäßige Treffen der Projektverantwortlichen mit der Schulleitung. Die Auszubildenden schreiben nach ihrem Aufenthalt jeweils Teilnehmerberichte, die mit dem erforderlichen Abschlussbericht der Schule über das Gesamtprojekt an die Nationale Agentur weiter geleitet werden.

 

Energieteam

Mit dem Beschluss der Gesamtkonferenz am Programm „Erfolgsbeteiligung für nutzerbedingtes Energie- und Wassersparen an Frankfurter Schulen“ teilzunehmen, wurde im Herbst 2012 das Energieteam der Stauffenbergschule gegründet. Mitglieder sind neben der Schulleiterin und dem Schulhausverwalter drei Lehrkräfte sowie zeitweilig SV-Vertreter.

Zielsetzung ist, Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte für klimarelevante Verhaltensweisen zu sensibilisieren und durch die Einsparung von Energie und Wasser einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

Das Energieteam überprüft seit seiner Gründung regelmäßig die Energieverbräuche (Strom, Wasser und Wärme), identifiziert Einsparpotentiale und setzt diese um. Exemplarisch können genannt werden: Raumbezogene Heizungssteuerung, Installation von Bewegungsmeldern, Begrenzung des Wasserdurchlaufs an den Handwaschbecken, Anleitungen zum Stoßlüften in den einzelnen Klassenzimmern.

Parallel erfolgen pädagogische Angebote im Rahmen des allgemeinbildenden Bandes oder berufsbezogen in Form von Projektarbeiten (z.B. Klimaschutz geht uns alle an; Carrotmob, Kommunikationskonzept für die Klimagourmetwoche 2015 der Stadt Frankfurt, etc.)

Mit der erzielten Energiesparprämie wurden z.B. Geräte für den Kiosk mit dem Energiestandard A+++ angeschafft.

Aktionsprogramm

  • Weiterführung der Arbeit des Energieteams wie oben beschrieben, unter Einbeziehung veränderter Energieverbräuche, technischer Möglichkeiten, etc.
  • Ausweitung der Angebote im pädagogischen Bereich
  • Ausstellung „Klimagourmet“ (Klimaschutz und Ernährung) inkl. Ausstellungsprogramm unter Einbeziehung des schülerbetriebenen Kiosks
  • Kooperation mit dem Verein „Umweltlernen“