Kauffrau/ Kaufmann im Groß- und Außenhandel

Die Ausbildung zum/zur Kaufmann/-frau Groß- und Außenhandel ist eine duale Ausbildung in der Berufsschule und in Betrieben des Großhandels. Die Lernorte Betrieb und Schule ergänzen sich bei der Vermittlung der Inhalte und Kompetenzen. Die Berufsschule ermöglicht den Auszubildenden, neben dem eigenen, auch die sehr unterschiedlichen Strukturen der anderen Betriebe im Unterricht kennen zu lernen.

Die schulische Ausbildung qualifiziert die Auszubildenden auf der Grundlage der zwölf Lernfelder des bundesweiten Rahmenlehrplans und allgemeinbildenden Fächern.Im ersten Ausbildungsjahr wird ein klassenübergreifendes „Sprachband“ (Auswahl zwischen Deutsch, Wirtschaftsenglisch auf verschiedenen Sprachniveaus und Spanisch) angeboten. Am Ende des einjährigen Englischunterrichts können die Auszubildenden das KMK-Fremdsprachenzertifikat, Thema: „Logistik und Handel“, in der Stufe B1 erreichen (siehe „KMK-Zertifikat“).Das schulinterne Curriculum ist je nach Dauer des Ausbildungsvertrages auf die verschiedenen Klassen mit 2, 2 1/2 oder 3 Jahren ausgerichtet und umfasst auch die Prüfungsvorbereitung.

Die Ausbildung erfolgt in zwei Fachrichtungen,  gemäß abgeschlossenem Ausbildungsvertrag: Großhandel oder Außenhandel. Für die Fachrichtung Außenhandel ist der Fremdsprachenunterricht erweitert. Die Schülerinnen und Schüler werden im Klassenverband in Wirtschaftsenglisch (teils bilingual im Fachunterricht) und in Spanisch (binnendifferenziert in zwei Lernniveaus) unterrichtet. Im vierten Halbjahr erhält die Außenhandelsklasse Zusatzunterricht in aktueller europäischer Wirtschaftspolitik. Über das EU-Programm „Erasmus“ haben die Azubis die Möglichkeit, während der Ausbildung ein Praktikum im europäischen Ausland zu absolvieren (ERASMUS).

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Abteilungsleitung        Christine Wolf

Koordination               Annika Sammeth

 

Das Arbeitsgebiet von Groß- und Außenhandelskaufleuten

Der Groß- und Außenhandel versteht sich als Bindeglied zwischen Hersteller und Wiederverkäuferim In-und Ausland. Damit erstreckt sich der Aufgabenbereich auf die drei wesentlichen Arbeitsgebiete: Beschaffung, Lagerung und Absatz von Waren.

Typische berufliche Tätigkeiten von Großhandelskaufleuten

·         alle Arbeitsabläufe, vom Kundenauftrag über die Beschaffung der Waren bis hin zur Dokumentation dieser Vorgänge im Rechnungswesen abzuwickeln

·         Angebote (Produkte und Dienstleistungen) von Lieferanten mit den Bedürfnissen bzw. der Nachfrage von Abnehmern in Übereinstimmung zu bringen

·         Fachkompetente Beratungsgespräche mit Kunden zu führen und Verträge abzuschließen

·         Entscheidungen hinsichtlich der Güterlagerhaltung und des Transports zu treffen

·         das Rechnungswesen als Mittel der Kalkulation, Preisgestaltung, der Investitions- und Finanzierungsentscheidungen und als Controllinginstrument heranzuziehen

 

Für die Fachrichtung Außenhandel sind noch die folgenden zusätzlichen  beruflichen Tätigkeiten zu nennen:

·         Erforderliche Zolldokumente anzuwenden und die dabei notwendige Korrespondenz auch in englischer Sprache zu führen

·         Berücksichtigung von Außenhandelsrisiken und die Anwendung unterschiedlicher Instrumente, um diese zu minimieren, wie z.B. dokumentäre Zahlungsbedingungen, Währungsabsicherung oder Kreditversicherungen

·         Abwicklungen von Kaufvertragsstörungen im internationalen Zusammenhang, bspw. unter Anwendung des UN-Kaufrechts

 

 

Allgemeine Informationen

1. Anmeldung an der zuständigen Schule oder Gestattungsantrag

Die Stauffenbergschule ist für die Fachrichtung Großhandel der duale Partner für alle ausbildenden Unternehmen in Frankfurt am Main. Wir führen gesonderte Klassen für den Schwerpunkt Außenhandel als Bezirksfachklassen für Südhessen und Teile von Mittelhessen.

Falls ein Unternehmen außerhalb dieser Bezirke Auszubildende zur Stauffenbergschule schicken möchte, ist in jedem Fall ein Antrag auf Genehmigung – Gestattung des Schulbesuchs an einer anderen Schule - an die zuständige Schule zu schicken. Dieser Antrag sollte so früh wie möglich gestellt werden, da die jeweiligen Schulaufsichtsbehörden zustimmen müssen. Auszubildende aus anderen Bezirken und Bundesländern dürfen nicht aufgenommen werden, solange die Gestattung nicht endgültig genehmigt ist, da für die Auszubildenden noch kein Versicherungsschutz gegeben ist.

Bitte melden Sie Ihre Auszubildenden so früh wie möglich an. Ein Anmeldeformular ist hinterlegt. Auf dem Anmeldeformular können Sie Wünsche angeben. Sie können der Übersicht für die Einschulung für das kommende Schuljahr den Einschulungstag für Ihre Auszubildenden entnehmen.

2. Unterrichtsorganisation

Der Unterricht erfolgt in Teilzeitform.

 

3. Fehlzeiten

Die Teilnahme am Unterricht ist Pflicht. Das Fernbleiben ist nur aus zwingendem Grund oder Krankheit zulässig. Krankheitsbescheinigungen sind der Schule spätestens innerhalb von zwei Wochen mit einem Vermerk über die betriebliche Kenntnisnahme vorzulegen. Unentschuldigte Fehlzeiten werden im Zeugnis entsprechend aufgeführt.

 

4. Antrag auf Freistellung vom Berufsschulunterricht 

Eine Freistellung für einzelne Schultage kanngenehmigt werden. Voraussetzung ist ein rechtzeitig gestellter ANTRAG, in dem die Gründe dargelegt werden.

 

5. Ferientermine

Die aktuellen Ferientermine und gesetzliche Feiertage finden Sie einerseits unter www.kmk.org/service/ferien/ferien.htm andererseits in unserer EINSCHULUNGSINFORMATION in der auch die beweglichen Ferientage vermerkt sind.